Die Zeit der beiden Weltkriege

 

In den Zeitungsartikeln zur Eröffnung der Eisenbahn ist schon eine euphorisch-nationale Grundstimmung zu erkennen. Sie erreicht mit dem Kriegsausbruch 1914 ihren Höhepunkt. Auch junge Männer aus Enzheim wurden als Soldaten eingezogen und sind auch z.T. im Krieg gefallen. Ihre Namen sind im Lindheimer Ehrenmal zu lesen. Dass die Enzheimer 1917 ihre Glocke abliefern mussten und ebenso die zinnernen Orgelpfeifen, wird im kirchengeschichtlichen Teil näher ausgeführt. Nach dem 1. Weltkrieg Wurde in Enzheim 1923 der Friedhof uni die Kirche geschlossen und ein neuer Friedhof oberhalb des Ortes "am Hopfgarten" neu angelegt. Im Ort selbst wird die Abwasser-Kanalisation gebaut. Aber auch der Bahnhof' wird stillgelegt und das Gebäude sogar abgerissen. Heute zeugen nur noch die Reste des Bahnsteigs davon, dass hier einmal die Bahnstation Enzheim war.

Die Kirche erhielt 1928 ihre neuen Glocken und 1937 neue Zinnpfeifen für die Orgel. Aber auch in den Haushalten vollzog sich fast unmerklich ein Wandel. Aus den Küchen verschwanden nach und nach die alten, schwarzen gusseisernen Herde der Firma Buderus. An ihre Stelle wurden jene weiß-emaillierten Herde gekauft. Sie hatten für die Warmwasserzubereitung ein sogenanntes "Schiff", ein länglicher Kasten, in den Wasser gefüllt wurde, das dann vom Herdfeuer aus nebenbei mit erwärmt wurde. Es kam die NS-Zeit, es kam der 2. Weltkrieg. Unter der NS-Herrschaft litt besonders das Ev. Jugendheim der Familie Eifert. Es stand unter ständiger Beobachtung, bis es dann in den Kriegsjahren schließen musste. Enzheim selbst blieb vom Krieg weitgehend verschont. Die Hauptlasten hatten die Frauen zu tragen. Ihre Männer waren im Feld, sie mussten alleine die kleine Landwirtschaft versorgen.

Mehr zu Diesem Thema ist unter Kirche einzusehen!