Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Krieg war die Kirchengemeinde Enzheim immer wieder damit beschäftigt, ihre kleine Kirche zu reparieren. So wurde 1950 unter erschwerten Bedingungen versucht, das Kirchendach neu zu decken. Eine Innenrenovierung, die bereits für 1939 vorgesehen war, konnte erst 1952 ausgeführt werden. Auch ein neuer Ofen sollte in diesem Jahr noch eingebaut werden. Für eine neue Glocke wurde Geld gesammelt. Die neue Glocke konnte am 10. Mai 1953 am Lindheimer Bahnhof abgeholt werden. Auf dem geschmückten Lastwagen von Herrn Hühn wurde sie - begleitet vom Enzheimer Kirchenvorstand - nach Enzheim gefahren. 

 

Dort wurde sie nach einer Ansprache von Pfarrer Strack vor dem Altar aufgebaut. Sie sollte dort eigentlich bis zur Montage stehen bleiben. Doch der Monteur verunglückte mit seinem Motorrad, weshalb die Glocke nicht aufgehängt wurde. Weil aber eine Hochzeit anstand, wurde sie provisorisch aufgehängt. Ihr Klang aber war nicht richtig, deshalb wurde auch nicht mit ihr geläutet. Erst Ende September wurde sie dann fachgerecht montiert. Am 13. September wurde sie in einem festlichen Gottesdienst geweiht. Die Kinder hatten die Kirche festlich geschmückt, der Lindheimer Kirchenchor sang, Dekan Weber hielt die Ansprache und weihte die neue Glocke ein. Sie hat den Ton  "J" und trägt die Inschrift:  " Dem ehrenvollen Gedenken unserer Gefallenen und Vermißten 1914 - 18 und 1939 - 45 gewidmet - Gemeinde Enzheim, dem Frieden geweiht, ruf ich zur Seligkeit."